Golf und Etikette
Golf und Etikette

Verabredung zum Spiel

 

Die Verabredung zum Spiel

 

Beim Golf können gute und nicht so gute SpielerInnen zusammenspielen, ohne das Gefühl zu haben, schlechter oder viel besser als der / die andere zu sein. Mittels der jeweiligen Handicaps lassen sich Spielergebnisse mit einander vergleichen und sich die beste SpielerIn der Runde ermitteln.

 

Es sollte allen bewußt sein, dass das bessere Bruttoergebnis immer eine große Tagesleistung ist, da die Handicaps dabei nicht berücksichtigt werden. Dies sollte von den MitspielerInnen geschätzt werden.

 

Wenn sich also zwei Menschen zu einem Spiel mit einander verabreden, gebietet es die  Etikette, wenn der Spieler mit dem schlechteren Handicap wartet, bis er vom besseren Spieler aufgefordert wird. Denn so erspart er dem Besseren die unangenehme Situation das Spielangebot vielleicht auszuschlagen und den Fragenden mit der Absage vor den Kopf zu stoßen. Also für beide unangenehm.

 

Manche neigen dazu, ihren engen Zeitplan in nächster Zeit vorzuschieben, um nicht mit Anfängern oder  nicht so guten SpielerInnen spielen zu müssen.

 

Somit ist dies  eine Frage der Fairness anderen gegenüber, insbesondere erkennbar besseren Spielern nicht zur Last zu fallen.

 

Kommt eine Verabredung zu einem Spiel zustande, ist man zur vereinbarten Zeit am Abschlag bzw. beim Golf 5 Minuten früher. (Dies ist auch Teil der Golfregeln, nachdem man disqulifiziert werden kann, wenn man nicht pünktlich ist)

 

Steckt man im Stau, hat der Partner, der Chef oder eine andere Person gemerkt, dass man sich heimlich auf den Golfplatz begeben will, ist es das Mindeste, rechtzeitig seinen Mitspielern abzusagen oder eine Verspätung seinen Mitspielern anzukündigen.

 

Hat sich ein Spieler für 18 Löcher zu einem privaten Spiel verabredet, dann ist es sehr unhöflich, nach 9 Löchern aufzuhören, weil man keine Lust mehr hat, verstimmt ist über das eigene Spiel oder welcher Grund auch immer genannt wird. Bedenken Sie - auch der / die andere hat sich gefreut mit Ihnen zu spielen, hat genug Zeit für 18 Löcher eingeplant und Sie hören einfach auf und lassen ihn im Stich.

 

Bei Blitzen, Herzinfakten u. ähnlichen nicht vorhersehbaren Ereignissen  des Lebens kann man und muss man das Spiel abbrechen. Aber alle anderen Abkürzungen eines Spiels erfolgen in angemessener Absprache mit seinen SpielpartnerInnen - aus Fairness und Respekt.

 

Irgendwann sollte ein Erwachsener sich auch wie ein Erwachsener verhalten. Ein Spiel bleibt ein Spiel auch bei den Profis.