Golf und Etikette
Golf und Etikette

Auf der Runde

Ein gutes Spiel zeichnet sich auch dadurch aus, dass die Spieler im richtigen Augenblick die richtige Entscheidung treffen. Neben Rücksichtnahme auf das Spiel des Anderen sind angemessene Entscheidungen beim eigenen Spiel zu treffen.

 

1. Der provisorische Ball

Es gilt immer dann einen provisorischen Ball zu schlagen, wenn nach realistischer Einschätzung, der vorherige geschlagene Ball verloren gegangen sein könnte. Es hält das Spiel flüssig, weil man nicht zurückgehen muss, wenn der Ball als verloren gilt, um einen neuen Ball zu schlagen.

 

2. Unerlaubte Ratschläge / unadmitted advices

Auch wenn es nach den Golfregeln mit einem Strafschlag bestraft wird, neigen vor allem ehrgeizige MitspielerInnen dazu, ihre Mitspieler mit ungefragten Ratschlägen zu belästigen. So oder so - jeder ist allein für sein Spiel verantwortlich.

 

3. Angemessenes Suchen des eigenen Balls

Nach den Golf-Regeln ist ein Suchen von ca. 3 Minuten erlaubt. Viele suchen ihre Bälle viel länger, weil sie ihren Ball nicht aufgeben wollen, um nicht einen Strafschlag riskieren zu müssen. Dies ist unsportlich den Mitspielerinnen gegenüber. Also angemessene Zeit suchen, sich mit dem Verlust und dem Strafschlag abfinden und sich auf den nächsten guten Schlag konzentrieren.

 

4. Beim Turnier den Ball der MitspielerInnen nur suchen, wenn es explizit gewünscht ist. Ohne Aufforderung suchen, erschwert es dem Mitspieler den Ball für verloren erklären zu können, was manchmal empfehlenswert ist, wenn sich keine spielangemessenen Situation ergibt.

 

Auf dem Grün

 

1. Ball makieren auf dem Grün

Prinzipiell sollten alle Spieler, die nicht gerade zu putten haben, ihren Ball makieren. So ist gewährleistet, dass auch optisch der eigene Ball, den Mitspieler nicht stört.

 

2. Richtig den Ball makieren

Die Marke ist hinter dem Ball zu legen, bevor der Ball aufgehoben wird. Der Ball ist auch an dieselbe Stelle wieder zurückzulegen,bevor die Markierung entfernt wird.

 

Liegt der Ball in der Puttlinie eines anderen, fragt man seinen Mitspieler, wie makiert werden soll, so daß auch die Ballmakierung nicht den Spieler stört.

 

3. Putten - wer ist zuerst drann?

Es gilt, wessen Ball am weitesten von der Fahne entfernt liegt, ist zuerst drann - egal, ob der Ball schon auf dem Grün liegt oder noch auf dem Vorgrün sich befindet.

 

4. Nicht durch die Puttlinie des Mitspielers laufen

Es ist nicht nur unhöflich durch die Puttlinie des Mitspielers zu laufen, sondern seine Puttlinie zu betreten, verändert den Puttverlauf. Also Rücksicht nehmen und fair spielen.

 

 

Eigenes Verhalten auf dem Golf-Platz

 

I. MitspielerInnen nicht stören und behindern.

 

II. Schreien und Rufe auch vor Freude  - behindern nicht nur das Spiel der Mitspieler, sondern stört auch andere auf dem Platz, die vielleicht gerade ihren Ball ansprechen und sich dadurch erschrecken.

 

III. Fore rufen

Allerdings gilt, lieber einmal zu oft Fore rufen, falls man jemanden mit seinem Ball gefährden könnte.

 

IV. Wutausbrüche

Früher galt - und es war in vielen Clubs die angemessene Strafe:

wer rumschreit, Schläger schmeisst oder in den Boden haut, erhält eine temporäre Platzsperre oder gar Club-Verbot.

 

V. Zu dichtes Aufspielen

Gefährdung des vor einem spielenden Flights und unnötiges Bedrängen. Lieber auf die anderen zugehen und fragen, ob man bei nächster Gelegenheit durchspielen kann.

 

VI. Durchspielen lassen

Andere durchspielen lassen, sobald zwischen dem eigenen und dem vorspielen Flight mehr als ein Loch Abstand ist.

 

Wird im Flight ein Ball gesucht, lässt man den nachfolgenden durchspielen, sobald erkennbar ist, das dieser schon am Abschlag wartet und das Suchen nicht gleich ein Ende findet.

 

Während des Spiels den nachfolgenden Flight durchlassen, empfiehlt sich bei einem Dreier-Loch, wenn der eigene Flight bereits auf dem Grün ist. Da geht es für alle am schnellsten und keiner wird unnötig gefährdet.

 

VII. Zügiges Verlassen des Grüns

Ist das Loch beendet, dann ist darauf zu achten, dass das Grün schnell für den nachfolgenden Flight frei gemacht wird.

 

VII. Den Caddiewagen strategisch parken

Golf ist zwar ein langer Weg zum Erfolg, aber als Golfspieler ist es für ein flüssiges Spiel sinnvoll, den Caddeiwagen so zu parken, dass man den kürzesten Weg zum nächsten Loch hat und nicht nach Beendigung des Lochs wieder zurück vors Grün oder aufs Fairway gehen muss.

 

Merke: Die kürzeste Verbindung zwischen 2 Punkten ist die Gerade.

 

Das heißt aber natürlich nicht, Abschläge, Grüns mit Golfwagen und Taschen zu beschädigen oder falsch abzustellen.